Blutgrätsche

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Schlagwort: Brasilien

Leandro Damião: Gehypt, geliebt & gescheitert

Die Seleção hat ein Stürmerproblem. Gewiss, bei Namen wie Neymar, Willian und Douglas Costa mag diese These sonderbar erscheinen, doch der Schein trügt. Standen vor zehn Jahren bei der WM in Deutschland noch drei Weltfußballer im Kader der Brasilianer, ist heute kein einziger auch nur in der Nähe eines solchen Titels. Ronaldinho, Ronaldo, Rivaldo, Adriano, Robinho. Es wäre damals ein Leichtes gewesen, zwei oder drei Mannschaften mit Weltklassestürmern zu bestücken. Heute ist die Sachlage eine ganz andere. Ein echter Neuner der Klasse Ronaldo wird schmerzlichst vermisst. Ein Stürmer von echter Qualität, einer, der ein Spiel auch mal entscheiden kann, wenn der ganze Jogo-Bonito-Schnickschnack nicht funktioniert. Ronaldo, das war so einer. Man braucht nur Oliver Kahn fragen. Die Zeiten der brasilianischen Mittelstürmer sind vorbei, weil viele Supertalente scheiterten. Einer dieser Spieler ist Leandro Damião. Dies ist seine Geschichte.

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Das Brasilianische Fußball-College: Part 2

Im ersten Teil wurde bereits das erfolgreiche Business-Modell von Schachtar beschrieben und gelobt. Junge Brasilianer kaufen und entwickeln, bevor diese dann teuer verkauft werden. Und doch wäre es eine Lüge, zu behaupten, Schachtar leiste die beste Förderarbeit im Fußball. Zu dominant, zu viele große Spieler entstammen aus den Akademien von Real, Barca und Ajax. Zu groß sind die Unterschiede zwischen diesen Vereinen und dem ukrainischen Topklub. Schachtar hat nicht das Geld, Millionen und Aber-Millionen in Scouting und Akademien zu stecken. Genauso fatal ist es jedoch, Schachtar zu unterschätzen. Denn wie kaum ein anderer Klub nutzt Schachtar vermeintliche Schwächen als Stärken. Eine geringe Finanzkraft wird durch gezieltes Scouting ausgemerzt. Die schwache Liga wird dazu genutzt, die Brasilianer an Europa zu gewöhnen. Doch wie genau schafft der Verein das und wieso spielt ein Trainerurgestein dabei eine wichtige Rolle?

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Das Brasilianische Fußball-College: Part 1

Die Transferphase ist endlich vorbei. Passiert ist wie schon in der Vergangenheit nichts Weltbewegendes, trotz sekündlicher Berichterstattung und aberwitziger Gerüchte. Dennoch gibt es auch heuer zumindest einen großen Gewinner. Einen, den niemand so recht auf der Rechnung hatte: Schachtar Donezk. Zugegeben, es mag ein wenig albern klingen, einen Verein, der über den Januar hinweg keine Transferausgaben tätigte, als großen Gewinner darzustellen. Der Grund sind jedoch auch weniger die Ausgaben als die Einnahmen. Diese belaufen sich auf 50 Millionen Euro. Eine immense Summe, die durch einen einzigen Spielerverkauf, jenen von Spielmacher und Neu-Chinese Alex Teixeira erwirtschaftet werden konnte. Wochenlang flirteten die Topklubs mit dem brasilianischen Spielmacher. Mal hieß es, er ginge zu Chelsea, mal zu Liverpool. Schlussendlich wurde es China. Spieler weg, Geld da. Schachtars Business-Plan ging einmal mehr voll auf.

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Geld regiert die Welt

Es gibt sehr viele Menschen, die sich irgendwann mal das Ziel gesetzt haben, als erfolgreicher Fußballer den Lebensunterhalt zu verdienen. Einige wenige erreichen diese Ziel, haben dann tatsächlich das Privileg, mit Anfang oder Mitte 20 bei einem großen Verein spielen zu dürfen. Der Großteil jedoch muss sich mit Anfang 20 eingestehen, dass der Sprung zum Profi nicht geklappt hat und er unmöglicher Weise noch geschafft wird. Statt bei einem Topklub, finden sich diejenigen bei einem Viert- oder Fünftligisten wieder, auf der Suche nach einem richtigen Job, um Geld zu verdienen. Einer, der es geschafft hat, das Unmögliche wahr werden zu lassen, ist Paulinho. Eine Bilderbuchgeschichte, die eines Happy End beraubt wurde.

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