CIA. BBC. MSN. Nein, nicht von Geheim- und Nachrichtendiensten, sondern von Sturmtrios ist die Rede. Die Debatte, welches dieser Trios das Beste ist, scheint dabei kein Ende zu finden. Es ist das alte Spiel. Madridistas plädieren für ihr BBC, Cúles für ihr MSN. Real gegen Barca, Ronaldo gegen Messi. Doch was würde passieren, wenn sich die Rivalen zusammenschließen und die Debatte um das beste Trio endlich ein Ende fände. Was wäre, wenn die beiden besten Spieler dieser Erde zu einem Sturmduo der Superlative vereinten. „What if“ sich Ronaldo und Messi eine Offensive teilen würden?

FINANzIELLER KOLLAPS

Cristiano Ronaldo und Lionel Messi sind die besten Fußballer auf dem Planeten – daran besteht kein Zweifel. Gleichzeitig sind sie jedoch auch die bestbezahltesten Fußballer  der Welt (abgesehen vom China-Irrsinn). Sollte jemals ein Manager mit dem Gedanken spielen, beide Superstars zu verpflichten, sollte er sich noch schnell ein paar reiche Gönner herbeizaubern, bevor er seinen Plan in die Tat umsetzt. Denn die drei größten Klubs, Real Madrid, Manchester United und der FC Barcelona, die vermutlich schmackhaftesten für die Superstars, liegen allesamt im neunstelligen Bereich in der Kreide. Ablösesummen von 200 Millionen aufwärts würden keinem der Vereine besonders gut zu Gesichte stehen.

BALLON D’OR WIRD ZU MANNSCHAFTS-EIGENTUM

Seit dem Jahr 2010 wird der Ballon d’Or offiziell von der FIFA vergeben. Seitdem teilten sich die beiden Superstars den Zementball, und dass sich daran in naher Zukunft etwas ändert, ist nicht abzusehen – als amtierender Champions-League-Sieger und Europameister wäre alles andere als ein Triumphzug Ronaldos bei der kommenden Verleihung eine große Überraschung. Würden Messi und Ronaldo auf der selben Seite spielen, wäre auch der letzte Rest an Spannung geraubt. Dann hieße es nicht länger Barca gegen Real. Sonnyboy gegen Muskelprotz würde zu einem einfachen Linksaußen gegen Rechtsaußen werden. Die Rivalität, die das Ganze so interessant macht, wäre wie weggeblasen.

DAS TeAM HÄTTE EIN TITEL-ABO

Was würde wohl passieren, wenn ein Cristiano Ronaldo auf der linken und ein Lionel Messi auf der rechten Seite einer Offensive spielten? Ganz einfach: Das Team würde als eines der dominantesten Teams in die Fußballgeschichte eingehen. Es wäre eine immens schwere Aufgabe, beide Stars zu kontrollieren. Denn würde sich die gegnerische Defensive auf Ronaldo konzentrieren, hätte Messi einen Freifahrschein. Würde die Defensive dagegen Lionel Messi blockieren, bekäme ganz einfach Cristiano Ronaldo den Ball zugespielt. Der Ball würde längst im Netz zappeln, sei es durch einen excellenten Kopfball vom Sprungwunder Ronaldo oder durch einen unglaublichen Chip von Edeltechniker Messi. Schön anzusehen wäre das Spiel allemal – Mitleid für den Gegner inklusive.

DIE RESTLICHE MANNSCHAFT WÜRDE MEDIAL NICHT EXISTIEREN

Schon jetzt gilt das Offensivtrio einer jeden Mannschaft als ihr Schmuckstück. Kaum ein anderer Spieler, sei er noch so wichtig, wird jemals die mediale Aufmerksamkeit eines Stürmers erlangen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Real nur durch die Hereinnahme von Casemiro als Stabilisator vor der Abwehr die Champions League gewann. Ronaldo verwandelte den entscheidenden Elfmeter und damit der Held. Man stelle sich vor, Messi und Ronaldo spielten in der selben Mannschaft. Der Rest des Kaders würde medial nicht mehr existent sein, das Duo würde alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen – gewollt oder ungewollt. Fans würden nur noch Trikots des Superduos kaufen, Repoter nur noch nach Messi und Ronaldo fragen. Interner Neid und Chaos wären vorprogrammiert, Streiterein würden schnell zu einem ernsthaften Problem werden. Kurzum, die Teamchemie würde den medialen Unterschied nicht überleben.

 

Messi und Ronaldo in ein und demselbem Team würden dem Rest der Welt ziemlich schnell deren Grenzen aufzeigen. Eine solche Flügelzange würde eine Mannschaft variabler und gefährlicher spielen lassen als es je ein Team zuvor. Finanziell und mental wäre dieses Szenario allerdings ein großes Risiko für jeden Verein. Es wird wohl nie zu einer solchen Konstellation kommen, interessant und schön anzusehen wäre es aber allemal. Und wie heißt es doch so schön: Never say never!